Beratungsinhalte & Beratungsbericht: So erfüllen Sie die BAFA-Anforderungen für geförderte Unternehmensberatungen

Inhalt

Beratungsinhalte & Beratungsbericht: So erfüllen Sie die BAFA-Anforderungen für geförderte Unternehmensberatungen

Gliederung

  1. Welche Beratungsinhalte sind förderfähig?
  2. Was ist nicht förderfähig?
  3. Bereichsübergreifende Grundsätze des ESF Plus
  4. Anforderungen an die Beratung und den Beratungsbericht
  5. Mindestanforderungen an den Beratungsbericht
  6. Wichtigste Punkte im Überblick

1. Welche Beratungsinhalte sind förderfähig?

Im Rahmen der BAFA-Förderung für Unternehmensberatungen für KMU werden konzeptionell und individuell durchgeführte Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert. Für Heilberufe (z. B. Ärzte, Psychotherapeuten) ist nur die Beratung zur Einführung oder Anpassung eines Qualitätssicherungssystems förderfähig.

2. Was ist nicht förderfähig?

Nicht förderfähig sind Beratungen, die:

  • mit anderen öffentlichen Zuschüssen oder Strukturfondsmitteln finanziert werden (Kumulierungsverbot)
  • Vermittlungstätigkeiten oder den Erwerb von Produkten/Dienstleistungen des Beraters beinhalten (Neutralität)
  • überwiegend Rechts-, Versicherungs- oder steuerberatende Tätigkeiten, Gutachten oder Fördermittelberatung zum Inhalt haben
  • gegen geltende Rechtsvorschriften oder Zielsetzungen von Bund/EU verstoßen

3. Bereichsübergreifende Grundsätze des ESF Plus

Jede geförderte Beratung muss die bereichsübergreifenden Grundsätze des ESF Plus berücksichtigen:

  • Gleichstellung der Geschlechter (z. B. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Personalplanung)
  • Chancengleichheit & Nichtdiskriminierung (z. B. Integration von Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund)
  • Ökologische Nachhaltigkeit (z. B. ressourcenschonende Produktion, nachhaltige Beschaffung)

Ein Fragebogen zu diesen Grundsätzen ist Pflichtbestandteil des Beratungsberichts.

4. Anforderungen an die Beratung und den Beratungsbericht

  • Konzeptionell und individuell: Die Beratung muss dem Unternehmen konkrete Entscheidungshilfen und individuelle Handlungsempfehlungen bieten.
  • Maximal 5 Tage/40 Stunden: Die Beratung darf nicht länger dauern, Reise- und Berichtserstellungszeiten zählen nicht.
  • Beratungsbericht:
    • Muss die Analyse, Schwachstellen, individuelle Maßnahmen und Anleitungen zur Umsetzung enthalten
    • Muss vom Berater und Unternehmen unterschrieben werden
    • Muss den Fragebogen zu den ESF-Grundsätzen enthalten
    • Muss alle behandelten Themen dokumentieren und darf keine allgemeinen Ratschläge oder Tätigkeitsnachweise sein

5. Mindestanforderungen an den Beratungsbericht

  1. Unternehmensdarstellung & Beratungsauftrag: Beschreibung, Beteiligungsverhältnisse, Anlass und Zeitraum
  2. Analyse der Unternehmenssituation: Zielsetzung und Vorgehen
  3. Durchführung: Methoden, Instrumente, ggf. Unterlagen
  4. Schwachstellen & Ursachen: Zusammenfassung der Defizite
  5. Maßnahmenplan: Konkrete, betriebsindividuelle Handlungsempfehlungen und Umsetzungsanleitung
  6. Fragebogen ESF Plus: Vollständig ausgefüllt und ggf. begründet, falls alle Fragen mit „Nein“ beantwortet wurden

6. Wichtigste Punkte im Überblick

  • Nur individuell-konzeptionelle Beratungen sind förderfähig
  • Beratungsbericht ist zentrales Nachweisdokument für die Förderung
  • Bereichsübergreifende Grundsätze des ESF Plus sind Pflichtbestandteil
  • Bericht muss individuell, vollständig und unterschrieben sein

Das vollständige Merkblatt „Beratungsinhalte & Beratungsbericht“ finden Sie im Download-Bereich.
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